Ehescheidung

Ehescheidung

Nach Aufgabe des Verschuldensprinzips ist Voraussetzung für die Scheidung einer Ehe allein, dass die Ehe objektiv gescheitert ist. Dies wird nach Ablauf von drei Jahren nach Trennung unwiderruflich vermutet. Bereits nach Ablauf eines Trennungsjahres gilt die Vermutung des Scheiterns, wenn beide Ehegatten die Scheidung beantragen oder der Antragsgegner der Scheidung zustimmt. Verweigert ein scheidungsunwilliger Ehegatte die Zustimmung, ist das Scheitern der Ehe konkret darzulegen. In der Regel reicht hierzu aber aus, dass einer der Ehegatten zur Überzeugung des Gerichtes erklärt, dass er an der Ehe nicht festhalten möchte.

Der Scheidungsantrag ist durch einen Rechtsanwalt beim zuständigen Familiengericht zu stellen. Stimmt der andere Ehegatte der Scheidung zu, kann er diese Erklärung ohne anwaltliche Vertretung abgeben, so dass das Scheidungsverfahren mit nur einem Rechtsanwalt durchgeführt werden kann.

Das Familiengericht entscheidet über das Scheidungsgesuch und von Amts wegen über den Versorgungsausgleich. Alle übrigen Scheidungsfolgen, wie beispielsweise Unterhalt, Sorgerecht, Umgangsrecht oder Zugewinn werden hingegen nur auf ausdrücklichen Antrag eines Beteiligten zum Gegenstand des Scheidungsverfahrens.

Seit Juni 2012 ist eine Scheidung nach deutschem Recht möglich, selbst wenn keiner der Ehegatten die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Entscheidend ist danach nicht mehr die Staatsangehörigkeit, sondern der gewöhnliche Aufenthalt der Ehegatten (ROM III-Verordnung).

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