Kindesunterhalt

Kindesunterhalt

Der Unterhalt des Kindes richtet sich nach dem Einkommen des oder der Unterhaltspflichtigen. Im OLG-Bezirk Düsseldorf erfolgt die Festsetzung unter Zugrundelegung der sogenannten Düsseldorfer Tabelle als Prozentsatz des gesetzlichen Mindestbedarfes. Hierdurch erhöht sich der Unterhaltsanspruch automatisch, wenn das Kind eine neue Altersstufe erreicht, oder sich der gesetzliche Mindestbedarf ändert.

Ist das Kind minderjährig, bedarf es neben dem Barunterhalt auch der Betreuung. Wird diese schwerpunktmäßig durch einen Elternteil gewährleistet, muss der andere Elternteil in der Regel den Barunterhalt allein tragen. Bei Fremdbetreuung (z.B. Internatsaufenthalt) oder etwa paritätischen Betreuungsleistungen der Eltern im sogenannten Wechselmodell haften beide Eltern im Verhältnis ihrer Einkommen für den Barunterhalt des Kindes. Dasselbe gilt, sobald das Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat, da mit Erreichung der Volljährigkeit nicht länger von einer Betreuungsbedürftigkeit des Kindes ausgegangen wird.

In günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen kommt statt der pauschalierten eine konkrete Bedarfsermittlung des Kindes in Betracht. Die Höhe bestimmt sich nach den Umständen des Einzelfalls und kann aus Angemessenheitserwägungen eine Korrektur erfahren.

Vom Unterhaltsbedarf ist das Kindergeld bis zur Volljährigkeit des Kindes hälftig und danach voll in Abzug zu bringen. Entsprechend reduziert sich der Zahlbetrag.

Als weitere Konsequenz des Eintritts der Volljährigkeit entsteht die Verpflichtung des Kindes, auch seinen Vermögensstamm zur Deckung seines Bedarfes zu verwenden. Bis dahin werden lediglich die Erträge, die es aus seinem Vermögen erwirtschaftet, bedarfsdeckend berücksichtigt.

Kindesunterhalt ist grundsätzlich bis zur Beendigung einer Erstausbildung zu zahlen, wobei das in Ausbildung befindliche Kind die Obliegenheit trifft, die Ausbildung mit dem gebotenen Ehrgeiz zu betreiben. Ein einmaliger Studienwechsel oder eine Orientierungsphase werden ihm regelmäßig zugestanden, eine deutliche Verzögerung muss der Unterhaltsverpflichtete indessen nicht hinnehmen.

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